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Lebenslauf einer Akte


Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln ein. Am Beispiel einer geborgenen Personalakte werden Schadensrisiken und Schäden seit der Entstehung der Akte, ihrer Bearbeitung und ihre Nutzung im Archiv bis hin zum Einsturz, der Bergung und dem Umgang mit den unterschiedlichen Schadensbildern in der Restaurierung erkundet.

Modul für Jugendliche der Altersgruppe 15-18 Jahre
(Jahrgangsstufen 10 bis 12)

Maximale Gruppengröße:
20 Personen
Personal:
ein(e) Archivar(in)/Archivpädagog(e/in), ein(e) Restaurator(in)

Teile des Moduls können auch außerhalb des Archivs durchgeführt werden.
Für Schritt 5 ist der Besuch in einer Restaurierungswerkstatt wünschenswert.

Vorlage mehrerer nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln geborgener Personalakten. Analyse jeweils einer Akte durch eine Kleingruppe unter den Leitfragen:

  • Wo, wann und zu welchem Zweck ist die Akte entstanden?
  • Wie und weshalb könnte die Akte (gerade) in (dieses) Archiv gekommen sein?
  • Was könnte wohl im Archiv mit der Akte geschehen sein?
  • Wie könnte man den Zustand/die Beschädigung der Akte beschreiben?
  • Wann und wie könnten Schäden entstanden sein?

Medium: geborgene Personalakten; Beispiel: HAStK Acc.1719/377.
Zeit: 20 Minuten

Moderierte Zusammenführung der Überlegungen/Ergebnisse aus den Kleingruppen im Plenum. Formulierung von Fragen für die Experteninterviews.

Medium:
Flipchart
Zeit: 30 Minuten

Interview mit Archivar(in) zu den Themen Zuständigkeiten eines Archivs, Behördenberatung, Bewertung, Übernahme, Erschließung, Magazinierung, Benutzung.

Medium: ggf. Informationsblatt
Zeit: 30 Minuten

Internetrecherche: In Kleingruppen oder Einzelarbeit informieren sich die Jugendlichen:

  • über den Archiveinsturz, die Bewertung des Einsturzes in den Medien, den Stand der Bergung und Wiederaufbauarbeiten
  • sowie allgemein über typische Schadensbilder an Schriftgut (auch zu den Begriffen endogene und exogene Schäden an Papier).

Medien: Internet
Zeit: 20 Minuten

Interview mit Restaurator(in): Grundprinzipien, Methoden, Techniken und Arbeitsmaterialien der Restaurierung beim Umgang mit typischen endogenen Schäden (wie Säurezerfall), Benutzungsschäden und „Kölner Schadensbildern“. Nach Möglichkeit Vorführen einiger Restaurierungsverfahren und Präsentation von restaurierten Stücken.
Soweit eine Restaurierungswerkstatt am Ort: Gelegenheit für die Jugendlichen, einzelne Techniken selbst auszuprobieren (an nicht archivwürdigen Schriftstücken).

Medien: Archivgut, ggf. auch nicht archivwürdige Schriftstücke
Zeit:
30 Minuten

Abschlussbesprechung im Plenum

Medien: Handout
Zeit:
10 Minuten


Die Jugendlichen erwerben in den Bereichen der Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz folgende Fähigkeiten:

Sie kennen …
… Aufgaben, Verfahren und Methoden der Restaurierungswerkstätten

  • Unterscheidung endogener (z.B. Säurezerfall) und exogener Schäden (z.B. durch Benutzung, Einsturz und sonstige äußere Einwirkungen)

  • Grundprinzipien, Methoden, Techniken und Arbeitsmaterialien der (Papier-) Restaurierung beim Umgang mit endogenen und exogenen Schadensbildern


… weitere Arbeitsfelder von Archiven

  • Behördenberatung
  • Bewertung, Übernahme und Bestandsbildung


Sie erkennen und beurteilen:

  • die Bedeutung der Quellenkritik

  • die Aussagekraft von Archivalien und ihren Schadensbildern